Intermezzo oder: Der (Un-)Sinn von Tag Clouds

ch habe alle 3 Dienste mit Mannheim DFG Tagging gesucht, da ich an Informationen zu einem DFG-Projekt der dortigen UB zum Einsatz von Collaborative Tagging interessiert bin. Aber es war schon sehr mühsam, sich durch die Ergebnislisten zu kämpfen. Die Ergebnismenge variierte zwischen 16 (bei der Biblioblogsuche) und über 60 (bei Libworm), die relevante Handvoll Ergebnisse war aber bei allen Diensten gleich, so scheint mir.

Und zum Thema Tag Clouds:

Die Anzeigevarianten von Tag Clouds bei Libworm:

small cloud: Tag-Auswahl, horizontale Anordnung, alphabetische Reihenfolge bis auf den Anfang

big cloud: alle populären Tags (wo immer da die Grenze ist), horizontale Anordnung, alphabetische Reihenfolge bis auf den Anfang, warum das am Anfang anders ist, verstehe ich nicht.

storm cloud: alle populären Tags, horizontale Anordnung, Häufigkeits-Reihenfolge. das mit den ‘popularity groups’ erschließt sich mir nicht. Außerdem frage ich mich, was es mit solchen Tag-Konstruktionen auf sich hat: library’). ??

Wirklich hilfreich finde ich diese Art der Informationsvisualisierung allerdings nicht. Wen interessiert schon, ob ein Tag 100 oder 1000 Mal vergeben wurde? Die am häufigsten vergebenen (und diese Zuschreibung würde ich der Zuschreibung ‚populärsten’ immer vorziehen) sind stets solche von hoher Allgemeinheit und geringer Aussagekraft. Als Navigationsinstrumente und Suchfilter machen sie doch eigentlich nur Sinn, wenn man sie mit weiteren, nach Möglichkeit spezifischeren Tags kombiniert. Das muß ein System aber überhaupt erstmal zulassen… Und die spezifischen Tags sind natürlich die selten vergebenen, ergo die in der Social Software-Logik ‚unpopulären’. Aber gerade diese ‚Babytags’ (nicht meine Wortschöpfung) täten mich interessieren.

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